8ung, ich bin ’ne Nummer!

Ich bin eine Nummer, nein, ich habe eine. Die 8. Sie gehört mir. Ich werde Smutje. Oder Navigator. Auf jeden Fall schiffe ich ein: Auf Platz 8 im Coworking Space Hafen11.

Sie rudert und fliegt, die Coworking-Szene in Klagenfurt. Wörtlich. Denn Hafen11, Rettungsboot, Luftschiff – so lauten die kreativen Namen der hiesigen Gemeinschaftsbüros. Und ich darf mich nun als Teil darin sehen: Mit Anfang Oktober habe ich meinen Platz im Hafen11 bezogen. Schreibtisch Nummer 8 ist meiner. Mein persönlicher Wederei-Kommandostand, inmitten kreativer Kreativer. Wie es wohl wird mit meinen neuen Kolleginnen und Kollegen? Ich bin gespannt. Und andersrum wird es wohl nicht viel anders sein.

Gemeinschaft und Büro
Coworking ist ein Sammelplatz für Kleinunternehmer, ein Büro, in dem sich mehrer zusammenfinden, um sich eine Arbeitsfläche zu teilen. Dabei finde ich eigentlich das Wort gar nicht so richtig gut. Heißt das doch landläufig „zusammen arbeiten“. Klingt für mich im Deutschen eigentlich etwas anderes, mehr zusammenarbeiten. Nun, die Kenner werden wohl jetzt mit Co-Creation und den feinen Unterschieden kontern, aber das führt jetzt hier zu weit. Vielleicht in einem anderen Blogpost. Fakt ist: Ich sitze mit mehreren Leuten in einem großen Büro. Und genau das war auch meine treibende Kraft, mich in einem Coworking Space einzuquartieren: mehrere Leute.

Ich gebe es zu: Ich vermisse die Groß-Agentur-Zeiten ein wenig, das Plaudern, das Miteinander, das sich gegenseitig befruchten. Als mehr oder weniger Einzelkämpfer koche ich in meinem Saft. Der mag zwar ganz gut schmecken, macht aber allein nicht satt. Mich zumindest nicht. Und wer mich kennt, der weiß: Ich vertrage so einiges.

Das jedenfalls will ich mir jetzt im Hafen11 zurückholen. Ja, zurückholen. Ich sehe es als Holschuld meinerseits. Und es muss ja nicht immer gleich der Austausch über strategische Kundenkonzepte oder Kommunikationsansätze sein. Einfaches „Wie geht’s Dir, wie geht’s mir“ und „servas, oide Wursthaut“ oder ähnliches reicht ja für den Anfang auch schon. Und wenn es dann noch mehr Austausch gibt, sag ich nicht nein.

Plaudertasche in mute?
Zu den echten Plaudertaschen zähle ich mich eigentlich nicht. Aber zu den etwas lauterer Wesen unter den Stummen. Und nachdem mein Job es so mit sich bringt, dass man doch das eine oder andere Mal zum Hörer greift, bin ich schon gespannt, wie meine neuen Schreibtisch-Galeerennachbarn so reagieren.

Es wird sicherlich eine Umstellung im Vergleich zum Home Office nötig sein. Aber fragen kann ich ja trotzdem mal, ob nicht doch vielleicht alle Kolleginnen und Kollegen zufällig Fans von schallenden 80er Revival-Rock-Klängen im Büro sind. Ansonsten wird mir der Kauf eines ordentlichen Paars Kopfhörern nicht erspart bleiben. Oder ob der Balkon bald zu meinen Stammplätzen zählt? Ich werde es herausfinden – und berichten. Ahoi, Ihr Landratten.

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