Bewegt kreativ

Neues Büro, neue Ideen, neuer Schwung. Zwei Monate CoWorking waren für mich zwei Monate voller Arbeit und Spaß.

Was waren die vergangenen Wochen und Monate doch bewegt. Ganz schön viel ist passiert im Leben eines EPU. In meinem Leben. Zwei Monate bin ich nun im CoWorking Space Hafen11, zwei Monate bin ich „erfahrener Neuvater“, zwei Monate steh ich relativ auf Anschlag und unter Strom. Und ich sag Euch: Es fühlt sich richtig geil an. Entschuldigt die Wortwahl, aber wenn es gerade ein Wort ganz gut trifft, dann einfach das. Oder mit dem deutschen Jugendwort des Jahres: Läuft bei mir. So viel Spaß am Arbeiten, so viel Neues, so viel Spannendes geballt in so kurzer Zeit habe ich ehrlich gesagt schon lange nicht mehr erlebt. Doch woran liegt das? Ist es nur die neue berufliche Umgebung?

Offenheit im Kopf und Kooperation als Schlüssel
Mit einem einfachen Ja oder Nein lassen sich die Fragen nicht beantworten. Was ich weiß: Das „Rauskommen“ aus den eigenen vier Wänden war wirklich ein ganz wichtiger Schritt. Es befreit logistisch viel, und noch viel mehr im Kopf. Es bietet eine räumliche Alternative und lässt doch jederzeit die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten, wenn es die Situation verlangt. Zugegeben, ich muss schon gestehen, dass ich die Balance zwischen Familie und „neuem“ Berufsleben im Büro noch nicht ganz gefunden habe. Aber ich arbeite daran. Und ich arbeite gerne daran.

Apropos befreit: Ich erinnere mich zurück, als ich vor mehr als vier Jahren hier in Klagenfurt ansässig wurde, an die Gespräche, die ich mit Freunden, Kollegen und Bekannten (auch in der Binnen-I-Form) geführt habe. Ich wollte ein besseres Gefühl für Kärnten, das wirtschaftliche Umfeld, die Kommunikationsbranche hier bekommen. Und ich wollte das, was sonst in Wien nur medial gefiltert über Kärnten zu meinen Ohren kam, relativieren. Doch viel zu relativieren war damals eigentlich kaum. Die Meinung schien recht einhellig, oder um es vorsichtig auszudrücken: Der rosige Ausblick war endend wollend. Jetzt aber habe ich das Gefühl, dass sich im Süden des Landes etwas bewegt. Genau kann ich das nicht festmachen oder in Daten & Fakten packen, aber allein, dass dieses „Hier geht was“-Gefühl überhaupt in der Luft liegt, stimmt mich optimistisch.

Eine weitere wichtige Komponente im persönlichen Gefühlsgemengenlage habe ich auch noch ausgemacht: Kooperation. Jeder gönnt dem anderen die Butter am Brot nicht – dieser Satz scheint in Kärnten langsam auszudienen. Langsam zwar, aber stetig. Jedenfalls begegne ich immer mehr Leuten, die keine Lust mehr haben auf „Ich alleine und sonst keiner“. Mir liegt das persönlich sehr nahe, da ich selbst danach lebe. Ich weiß, wie stark das Miteinander befruchten kann. Ich hatte in meiner bisherigen Laufbahn schon die unterschiedlichsten Visitenkarten, unterschiedlichste Email-Adressen. Und ich habe zusammengearbeitet mit den unterschiedlichsten Agenturen, Grafikern und Online-Spezialisten. Wie in einer guten Ehe gibt es auch hier Ups&Downs und unterschiedlich geprägte Erfahrungen. Aber ich würde dieses Modell nicht mehr gegen ein anderes tauschen wollen.

Den Kopf durchpusten, Ideen wälzen
creawalkSo also laufe ich derzeit mit einem freien Kopf, einem recht guten Gemüt und breitem Grinsen durch die PR-Weltgeschichte. Draußen wird es Tag für Tag kälter. Dumm nur, wenn einem erst vor Kurzem das Rad geklaut wurde. Und wenn sich dann auch noch das Motorradfahren anfühlt wie eine Antarktis-Expedition, wird es langsam Zeit, sich anders zu organisieren. Es bleiben ja noch die Füße. 25 Minuten dauert der Spaziergang zum Büro. 25 Minuten, die ich mir aber von nun an gönne. 25 Minuten, die es mir ermöglichen, den Kopf durchzupusten, die Gedanken gen Himmel schweifen zu lassen und Ideen zu wälzen, für die im gewohnten Geschäftsalltag meist zu wenig Zeit bleibt. Mein persönlicher CreaWalk, mein kreatives Brainstorm mit mir selbst, für mich und für meine Kunden. Bewaffnet und ausgerüstet nur mit einem kleinen Büchlein und einem Stift. Und vielleicht die nächste Idee für eine wie auch immer geartete Kooperation und ein noch besseres Gefühl.

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